Wichtiges vorab....

Wir freuen uns, dass Sie einen Hund aus dem Tierschutz adoptieren möchten und möchten Sie vorab über ein paar wichtige Dinge informieren:

 

 

Unsere Angaben zum Alter der Hunde sind zumeist nur grob geschätzt. Wir können hierzu keinerlei Garantien übernehmen. Zur Bestimmung des Alters wird der Allgemeinzustand, das Verhalten und körperlichen Anzeichen (z.B. Zustand der Zähne) herangezogen.

 

Auch zum Verhalten können wir sehr wenig sagen. Die Informationen, die wir von den Tierschützern vor Ort über unsere Hunde bekommen, basieren auf Beobachtungen von Verhaltensweisen und subjektiven Beurteilungen der Betreuer vor Ort.

 

 

 

Die Beschreibungen entstehen im Rahmen des Tierheimalltags und in diesem Zusammenhang getroffene Aussagen stellen keine zugesicherten Eigenschaften dar. Im Tierheim und in unserer Auffangstation werden die Hunde in Zwingern gehalten und es ist somit fast unmöglich zu sagen, wie sich die Hunde benehmen, wenn sie in Deutschland bei ihrer Familie ankommen.

 

 

Das Verhalten jenseits des Zwingers in einer familiären Unterbringung kann deshalb von diesen Beschreibungen abweichen. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass selbst Hunde, die wir über eine längere Zeit bei einer Pflegestelle beobachten können, oftmals ein völliges anderes Verhalten (sowohl positiv als auch negativ) zeigen, wenn sie bei ihrer neuen Familie einziehen.

Wir haben schon öfter erlebt, dass ein Hund bei der Pflegestelle nicht alleine bleiben konnte, bei seiner neuen Familie diese Aufgabe jedoch problemlos meisterte (andersherum aber auch genauso).

 

Ähnliches erleben wir mit der Stubenreinheit und mit anderen Verhaltensmustern. Wir möchten Ihnen damit verdeutlichen, wie wichtig es ist, sich im Vorfeld klar zu machen, dass evtl. schwierige Anfangszeiten auf Sie zukommen können.

 

 

Auch für unsere Hunde sind diese Umstellungen nicht einfach, sondern bedeuten einen tiefgreifenden Einschnitt in ihr Leben. Wir bitten Sie deshalb um viel Geduld, Liebe und Ausdauer. Unserer Meinung nach hat Tierschutz keine Grenzen.

 

 

 

Gesundheitszustand :

 

Wir lassen alle Hunde impfen, kastrieren (soweit möglich) entwurmen, entflohen und auf die sogenannten Mittelmeer Erkrankungen testen.

 

Bitte beachten Sie, dass diese Tests nur eine momentane Angabe zum Gesundheitszustand des Tieres machen können. Wenn ein Test negativ ausfällt kann das niemals eine Garantie dafür sein, dass nicht doch irgendwann einmal die Krankheit ausbrechen kann, denn die Inkubationszeit beträgt oft mehrere Monate.

 

 

Genauso ist es möglich dass ein Hund positiv auf Leishmaniose getestet wird, die Krankheit aber nie, oder erst viel später ausbricht.

 

Wir versuchen jedoch, anhand dieser Tests, das Risiko unbewußt einen kranken Hund zu vermitteln so niedrig wie möglich zu halten und bitten Sie deshalb nach 6 Monaten den Mittelmeertest zu wiederholen.

 

Die Hunde haben in den letzten Monaten vor ihrer Ankunft in Deutschland erheblichen Streß gehabt.

 

Sie wurden ausgesetzt, sie mussten sich in ein fremdes Rudel integrieren oder isoliert in einem Zwinger ausharren; dann werden sie nach Deutschland gebracht, müssen sich wieder an eine neue Umgebung und ein anderes Klima gewöhnen.

 

Diese Faktoren schwächen natürlich jedes Immunsystem eines Hundes und deshalb sollte es nicht verwunderlich sein, wenn einige mit Durchfall, Husten oder sonstigen Reaktionen eines geschwächten Immunsystems reagieren.

 

Da diese armen Hunde bei den Vermehrern so gut wie nie hochwertiges Futter bekommen, bereitet einigen auch die Futterumstellung in der ersten Zeit etwas Probleme und Durchfall, der manchmal auch mehrere Tage dauern kann, ist nicht aussergewöhnlich.

 

Wir empfehlen in diesen Fällen eine Hühnchen mit Karotten Diät, die mindestens 4 – 5 Tage dauern sollte.

 

Wichtig ist es vor allem, dass die Hunde trinken.

 

Beachten Sie bitte aber auch - und fragen Sie Ihren Tierarzt danach - dass Kokzidien und Giardien ebenfalls Durchfall verursachen können.

 

Unsere Hunde werden alle mehrmals vor ihrer Reise nach Deutschland entwurmt, jedoch kann es gelegentlich vorkommen, dass die Entwurmungen nicht alle Parasiten abgetötet haben und diese sich nach kurzer Zeit wieder schnell vermehren. Dies ist besonders bei den recht hartnäckigen Giardien der Fall (die es weltweit gibt, auch bei uns in Deutschland).

 

 

 

Da alle unsere Hunde im Tierheim oder der Pension in Rudeln leben, kann sich ein gerade erst entwurmter Hund wieder bei einem anderen Hund anstecken. Es ist deshalb äußerst wichtig, bei Durchfall eine weitere Behandlung gegen die ansteckenden Giardien zu beginnen.

 

Wir tun alles in unserer Macht stehende, um die Hunde so ausgiebig wie nötig, aber auch so schonend wie möglich zu behandeln. Es kann durchaus vorkommen, dass eine erneute Behandlung gegen Giardien bereits kurz nach Ankunft des Hundes in Deutschland notwendig ist und dafür bitten wir um Ihr Verständnis.

 

 

 

Gemeinsam, mit unserer Vorarbeit und Ihrer Aufmerksamkeit, können auch diese Herausforderungen erfolgreich gemeistert werden.

 

Wir bemühen uns sehr, soweit es für uns möglich und soweit uns bekannt, Ihnen alle Informationen zum Gesundheitszustand Ihres Hundes zu geben, doch können wir Ihnen keine Garantie dafür geben, dass eine nicht erkannte Krankheit bei dem Hund vorliegt (diese Garantie bekommen Sie aber auch bei keinem Züchter).

 

Bitte denken Sie daran, dass Sie einen Hund aus dem Tierschutz haben und dass jedes Tier Geld kostet und unter Umständen im Laufe seines Lebens hohe Tierarztkosten verursachen kann, egal wie lange sie den Hund haben.

 

Bitte beachten Sie diese Dinge BEVOR Sie einen Hund adoptieren.

 

Diese Tiere sind Lebewesen, die nicht zur Reparatur zurückgegeben werden können oder dessen Reparaturkosten erstattet werden.

 

Es kann vorkommen, dass ein Hund keinerlei Symptome zeigt und erst in seinem neuen Zuhause krank wird.

Es kann sein, dass sich ein Hund durch den ganzen Stress mit Husten, oder Durchfall reagiert, doch vor der Abfahrt noch symptomfrei ist.

 

Bitte sind Sie sich bewusst, dass die Kosten der Schutzgebühren bei Weitem nicht die Kosten decken, die für unsere Hunde entstanden sind. Wir subventionieren die Kosten der Hunde in hohem Maße und deshalb ist es uns nicht möglich im Nachhinein Kosten, die ihr Hund nach der Vermittlung verursacht, zu übernehmen.

 

 

 

Wir verlangen für unsere Hunde Schutzgebühren um damit die sehr hohen Kosten die mit der Impfung, Impfpass, Mikrochip, Mittelmeerkranheitscheck, Transportkosten nach Deutschland, Pensionskosten etc. entstehen zu decken.

 

Auch müssen OP Kosten die wir bei manchen Hunden haben und die sehr schnell bei weitem die Schutzgebühr von einem Hund übersteigen bezahlt werden.

 

Ausserdem wollen wir mit der Schutzgebühr sicherstellen, daß die finanziellen Voraussetzungen der Tierhaltung gegeben sind .

 

 

Die Einnahmen aus den Schutzgebühren sind nach dem Sozialprinzip aufgebaut.

Die jungen und gesunden Hunde, für die weniger Kosten entstehen, tragen die alten oder kranken Hunde mit.

 

Bitte haben Sie auch Verständnis dafür, dass wir Ihnen die Schutzgebühr nicht zurückerstatten, wenn sie Ihren Hund – aus welchen Gründen auch immer – zurückgeben wollen.

Bei unseren Schützlingen handelt es sich NICHT um eine Handelsware mit Garantie und Gewährleistung!

 

Die Schutzgebühr wird bei Übergabe des Hundes fällig.

Sie kann zuvor per Überweisung gezahlt werden oder bar bei der Übergabe an einen unserer Ansprechpartner.

 

Wir alle sind ehrenamtliche Mitarbeiter und bekommen KEIN Geld für unsere Tätigkeit . Zusätzlich zu der sehr zeitintensiven Arbeit die wir für den Tierschutz machen, sind wir alle berufstätig, haben Familie und Kinder und bitten Sie deshalb darum die von uns angegebenen Zeiten in denen wir erreichbar sind einzuhalten.

 

Wir sind immer darum bemüht alle Emails so schnell wie möglich zu beantworten und i.d. Regel werden alle Anfragen innerhalb eines Tages bearbeitet.

 

 

 

 

 

 

Saving bulldogs is my life
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Herkules

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